Merz: Kriegsende in der Ukraine nur mit europäischer Zustimmung

22. November 2025
1 min Lesezeit

Merz: Kriegsende in der Ukraine nur mit europäischer Zustimmung

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Politik: Anpassungen am US-Plan für Ukraine

Johannesburg () – Mehrere Verbündete Kiews, darunter auch , fordern Änderungen am 28-Punkte-Plan der USA zur Beendigung des Ukrainekriegs.

„Kriege können nicht beendet werden durch Großmächte über die Köpfe der betreffenden Länder hinweg“, sagte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Samstag während des G20-Gipfels in Johannesburg. Ein Kriegsende könne es nur mit der Zustimmung der Ukraine geben – „und mit auch unserer Zustimmung, mit europäischer Zustimmung, denn es ist ein Krieg auf dem europäischen Kontinent“, fügte er hinzu.

Der Ausgang des Konflikts werde Auswirkungen auf die Sicherheit sowie die „gesamte Politik“ Europas haben. Er beteilige sich „persönlich intensiv an diesen Gesprächen“, so Merz weiter. Am Vorabend habe er US-Präsident Donald Trump seine Positionen noch einmal ausführlich deutlich gemacht. Aus seiner eigenen Sicht gebe es „eine Chance, diesen Krieg zu beenden“, sagte der Kanzler. „Aber wir sind von einem gemeinsamen, guten Ergebnis noch ziemlich weit entfernt“, schränkte Merz direkt wieder ein.

In einer am Samstag nach einem Krisentreffen am Rande des G20-Gipfels in Johannesburg, an dem unter anderem auch Merz teilgenommen hatte, veröffentlichten Erklärung heißt es derweil, am US-Plan sei noch „zusätzliche Arbeit“ nötig. Man sei unter anderem über die vorgeschlagenen Einschränkungen für die ukrainischen Streitkräfte besorgt. Diese würden die Ukraine für künftige Angriffe verwundbar machen, heißt es in dem Dokument weiter.

Unterzeichner der Erklärung sind neben Deutschland die europäischen Staats- und Regierungschefs von , Großbritannien, Italien, den Niederlanden, Spanien, Finnland, sowie auch von , das kein Nato-Mitglied ist. Für die EU haben Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Ratspräsident António Costa das Papier gezeichnet. Außerhalb Europas unterstützen außerdem und Japan die Erklärung.

Die US-Regierung, die nicht beim Gipfel vertreten ist, hatte vor einigen Tagen einen 28-Punkte-Plan zur Beendigung des Krieges vorgelegt. Er sieht von der Ukraine deutliche Zugeständnisse wie die Abtretung großer Gebiete in der Ostukraine an Russland, eine Begrenzung der Truppenstärke sowie den Verzicht auf einen Nato-Beitritt vor. Europäische Vertreter wollen am Sonntag in Genf mit Washington und Kiew über den Plan sprechen.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Friedrich Merz am 22.11.2025

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Deutschland und andere Verbündete fordern Änderungen am US-28-Punkte-Plan zur Beendigung des Ukrainekriegs.
  • Kanzler Merz betont, dass ein Kriegsende mit Zustimmung der Ukraine und europäischer Unterstützung erfolgen muss.
  • Besorgnis über geplante Einschränkungen für ukrainische Streitkräfte im US-Plan.

Warum ist das wichtig?

  • Änderung des US-Plans zur Ukrainekriegsbeendigung wird von mehreren europäischen Ländern gefordert.
  • Auswirkungen des Krieges auf die Sicherheit und Politik Europas sind erheblich.
  • Notwendigkeit der Zustimmung der Ukraine zu einem möglichen Friedensprozess wird betont.

Wer ist betroffen?

  • Deutschland
  • Ukraine
  • europäische Staats- und Regierungschefs

Zahlen/Fakten?

  • 28-Punkte-Plan der USA zur Beendigung des Ukrainekriegs
  • Unterzeichner der Erklärung: Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Niederlande, Spanien, Finnland, Norwegen, Irland, Kanada, Japan
  • US-Plan sieht Zugeständnisse der Ukraine vor, darunter Abtretung von Gebieten, Truppenstärkebegrenzung und Verzicht auf Nato-Beitritt

Wie geht’s weiter?

  • Diskussionen über den 28-Punkte-Plan der USA ansetzen
  • Europäische Vertreter treffen sich mit Washington und Kiew in Genf
  • Weitere Verhandlungen zur Position der Ukraine und Sicherheitsfragen erforderlich
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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